Die Elbphilharmonie hat den Klangtest bestanden

Es ist vollbracht: Gestern Abend fand in Hamburg die lange erwartete Eröffnung der Elbphilharmonie statt – mit viel ausgewählter Prominenz und einem glamourösen Konzert.

Dem Eröffnungskonzert im grossen Saal der Hamburger Elbphilharmonie lauschten 2100 geladene Gäste. Foto: Christian Charisius (Reuters)

Dem Eröffnungskonzert im grossen Saal der Hamburger Elbphilharmonie lauschten 2100 geladene Gäste. Foto: Christian Charisius (Reuters)

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Direkt, transparent und dennoch warm: So klingt die Musik im grossen Konzertsaal der Hamburger Elbphilharmonie, der gestern mit einem ebenso langen wie glamourösen Konzert eingeweiht wurde. Schon in den Monaten vor diesem Ereignis war die Skepsis gegenüber dem rekordteuren, von vielen Verzögerungen gebeutelten Projekt in Vorfreude umgeschlagen. Rund 220'000 Menschen hatten sich für Plätze im Eröffnungskonzert beworben. 2100 eingeladene und ausgeloste Gäste hatten Glück.

Eine Ode an die Freude

Unter den Prominenten aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft waren die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Regisseur Fatih Akin, Alexander Pereira, der frühere Intendant des Opernhauses Zürich und heutige Leiter der Mailänder Scala, der ehemalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Ex-Fussballprofi Günter Netzer, Fernsehfrau Anne Will und rund 200 Journalisten aus aller Welt. Sie erlebten eine feierliche Zeremonie, bei der Bundespräsident Joachim Gauck die Hamburger rühmte: «Sie haben sich etwas zugemutet, und Sie haben Grosses zustande gebracht.» Und anschliessend ein Programm, das bis zuletzt geheim gehalten worden war und durch fünf Jahrhunderte führte. Frühbarockes traf auf Zeitgenössisches, und zum Schluss gab es Beethovens «Ode an die Freude». Das NDR-Elbphilharmonie-Orchester, sein Chefdirigent Thomas Hengelbrock und die Solisten wurden mit Ovationen gefeiert.

Teures Wahrzeichen

Die Grundsteinlegung für Hamburgs neues Wahrzeichen war bereits am 2. April 2007. Eigentlich sollte das Bauwerk der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, das neben dem grossen Saal noch einen kleinen Konzertsaal, ein Hotel und Wohnungen beherbergt, schon vor sieben Jahren eröffnen. Die Kosten stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 11.01.2017, 23:33 Uhr

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