Das Publikum als Förderstelle
Am Samstag geht Wemakeit.ch online, die erste Schweizer Crowdfunding-Plattform für Kultur. Wie funktioniert diese Form der privaten Kulturförderung? Und welche Erfahrungen haben Berner mit der Schwarmfinanzierung bisher gemacht?
Normalerweise geht das so: Hat ein Künstler eine Projektidee, erstellt er ein Dossier und klopft dann bei öffentlichen Förderinstitutionen an, um so Geld zusammenzubringen. Oder, wie es früher in der Musikindustrie gebräuchlich war, er findet ein Label, das das Album vorfinanziert. Was heutzutage jedoch eine Seltenheit ist. Kulturschaffende greifen neuerdings vermehrt auf eine Strategie zurück, die im Charity-Bereich schon länger etabliert ist: Crowdfunding. Der Ausdruck bedeutet Schwarmfinanzierung: Ein Schwarm von Gönnern ermöglicht mit kleineren oder grösseren Beiträgen die Realisierung eines Projekts – und erhält dafür ein Dankeschön des Künstlers, seien das signierte Bücher, T-Shirts, Einladungen zu Vorpremieren oder auch mal ein gemeinsames Nachtessen.


