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Das Publikum als Förderstelle

Am Samstag geht Wemakeit.ch online, die erste Schweizer Crowdfunding-Plattform für Kultur. Wie funktioniert diese Form der privaten Kulturförderung? Und welche Erfahrungen haben Berner mit der Schwarmfinanzierung bisher gemacht?

Der Berner Johannes Hartmann von der Filmproduktionsfirma Decoy Collective ist derzeit daran, für die Postproduktion seines Kurzfilms «Deadlocked» Geld aufzutreiben. Ganz bewusst setzt er auf Crowdfunding.
Der Berner Johannes Hartmann von der Filmproduktionsfirma Decoy Collective ist derzeit daran, für die Postproduktion seines Kurzfilms «Deadlocked» Geld aufzutreiben. Ganz bewusst setzt er auf Crowdfunding.
Valérie Chételat
Regisseur Mano Khalil setzt vor allem auf den Werbeeffekt: «Wenn 500 Menschen sich dank Wemakeit für den Film interessieren, habe ich schon 500 Kinozuschauer – mindestens!»
Regisseur Mano Khalil setzt vor allem auf den Werbeeffekt: «Wenn 500 Menschen sich dank Wemakeit für den Film interessieren, habe ich schon 500 Kinozuschauer – mindestens!»
Adrian Moser
Die Berner Band The Shit war erfolgreicher und erhielt über 9000 Dollar an die Finanzierung des neuen Albums. Auch die Tiermasken konnten sie sich mit dem Beitrag finanzieren.
Die Berner Band The Shit war erfolgreicher und erhielt über 9000 Dollar an die Finanzierung des neuen Albums. Auch die Tiermasken konnten sie sich mit dem Beitrag finanzieren.
zvg
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Normalerweise geht das so: Hat ein Künstler eine Projektidee, erstellt er ein Dossier und klopft dann bei öffentlichen Förderinstitutionen an, um so Geld zusammenzubringen. Oder, wie es früher in der Musikindustrie gebräuchlich war, er findet ein Label, das das Album vorfinanziert. Was heutzutage jedoch eine Seltenheit ist. Kulturschaffende greifen neuerdings vermehrt auf eine Strategie zurück, die im Charity-Bereich schon länger etabliert ist: Crowdfunding. Der Ausdruck bedeutet Schwarmfinanzierung: Ein Schwarm von Gönnern ermöglicht mit kleineren oder grösseren Beiträgen die Realisierung eines Projekts – und erhält dafür ein Dankeschön des Künstlers, seien das signierte Bücher, T-Shirts, Einladungen zu Vorpremieren oder auch mal ein gemeinsames Nachtessen.

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