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Bunte Lügner

Sie sind Pioniere des Anti-Kommerz: The Residents aus Louisiana verhüllen sich seit 1969. Lustig und bedrohlich zugleich zerlegen sie den amerikanischen Traum.

Ein Trio mit dem Willen zum Spass wie zum Horror: The Residents.
Ein Trio mit dem Willen zum Spass wie zum Horror: The Residents.
zvg

Es war nur ein Satz. Einfach dahingesagt. Und doch enthielt er die Essenz von 46 Jahren Bandgeschichte: «Na ja, eigentlich muss man nur die innere Bereitschaft haben, den Leuten ins Gesicht zu lügen.»

Homer Flynn, ein höflicher älterer Herr mit Brille, Seitenscheitel und Whiskeystimme, sagte diesen Satz letztes Jahr am Festival Dances with Films in Los Angeles. Dort feierte der Dokfilm «Theory of Obscurity» Premiere, eine Annäherung an das Musik-Performance-Ensemble The Residents. Flynn trat als deren Manager auf. Die Frage, die ihm gestellt worden war, ist die Kardinalfrage, die sich um die Residents rankt: Wie zum Teufel haben sie es geschafft, dass wir heute, nach über 40 Jahren Kunstproduktion, immer noch nicht wissen, wer sie sind?

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