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Brennende Menschen im Sturzregen

Es gibt viel Wiederkehrendes am Greenfield Festival in Interlaken. Neben den immergleichen Bands gehören auch die legendären Wolkenbrüche dazu. Am Eröffnungsabend der 9. Austragung war wieder einmal alles im Angebot.

Slayer klingen nach dem Tod ihres Gitarristen Jeff Hanneman exakt so, wie sie davor geklungen haben.
Slayer klingen nach dem Tod ihres Gitarristen Jeff Hanneman exakt so, wie sie davor geklungen haben.
Peter Schneider, Keystone
Slayer: Alles niederstampfen, selbst wenn es sich um Spannungsbögen oder dramaturgische Raffinessen handelt.
Slayer: Alles niederstampfen, selbst wenn es sich um Spannungsbögen oder dramaturgische Raffinessen handelt.
Peter Schneider, Keystone
Will nicht so recht klappen: Die Verbindung zwischen den Günstlingen des klugen Gitarrenrocks um Josh Homme und dem Greenfield-Publikum.
Will nicht so recht klappen: Die Verbindung zwischen den Günstlingen des klugen Gitarrenrocks um Josh Homme und dem Greenfield-Publikum.
Peter Schneider, Keystone
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Landläufig verbreitet ist die These, dass ein Mensch zu zirka 80 Prozent aus Wasser besteht. Sieht man sich Till Lindemann von der Gruppe Rammstein so an, kommen Zweifel auf, ob dem wirklich so ist. Nach Wasser sieht das nicht aus, was in diesem Körper steckt, eher nach Testosteron, aufgetürmtem Muskelfleisch und ziemlich viel Furor. Und der Mann ist angereist, um diesen Furor in teutonisches Pathos zu transformieren, um aus Interlaken eineinhalb Stunden lang ein Little Bayreuth für den Stromgitarrenfreund zu machen. Neben seiner Band unterstützt ihn eine mitgereiste Hundertschaft an Hilfskräften bei dem Unterfangen. Berichte aus dem Hinterbühnenbereich lassen vermuten, dass in diesem Umfeld an ein unbeschwertes Schaffen kaum mehr zu denken gewesen ist.

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