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Ausserirdisch schön

Einen halben Weltraum hätten die fünf Ensembles füllen können, die in der Dampfzentrale im Rahmen des Musikfestivals Bern auftraten.

Kosmisches Rauschen: Der Komponist Martin Jaggi verarbeitet in «Planck» Sounds der gleichnamigen ESA-Raumsonde.
Kosmisches Rauschen: Der Komponist Martin Jaggi verarbeitet in «Planck» Sounds der gleichnamigen ESA-Raumsonde.
ESA

Welch ein Anblick! Auf der Bühne des Turbinensaals sassen Die Freitagsakademie, das Ensemble Proton, das Klavierduo Huber/Thomet, Les Passions de l’Ame sowie das Schlagzeug-Quartett ­Ensemble This Ensemble That: 21 Musiker, 2 Klaviere, ein riesiges Perkussions-Arsenal, Streicher, Barock-Oboe, Traversflöte, moderne Holzblas­instrumente, Harfe, Cembalo, Laute. Im Lauf des Abends präsentierten die Ensembles ihr eigenes Repertoire, umrahmt vom Werk «Planck» des jungen Schweizer Komponisten Martin Jaggi, das diese verschiedenartigen Formationen vereinte. Mochte die Kombination von Ensembles für Alte Musik mit solchen, die sich dezidiert der zeitgenössischen Musik widmen, vorerst abenteuerlich erscheinen, zeigte sich im Konzert, wie organisch sich diese Welten vereinen lassen. Zumal die ästhetischen Konzepte ja sehr ähnlich sind: das Forschen nach neuen und neuen alten Klängen und eine Abkehr von den starren Formen des institutionalisierten Konzertbetriebs. So konnte man es auch als Statement verstehen, dass alle Musikerinnen und Musiker in Turnschuhen auftraten.

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