Zum Hauptinhalt springen

Armenien sagt Teilnahme am Eurovision Song Contest ab

Einen offiziellen Grund nannte Armenien nicht. Doch das Land liegt seit Jahrzehnten mit der Contest-Austragungsnation Aserbeidschan im Konflikt.

Der Direktor des armenischen Staatsfernsehens, Gagik Buniatyan, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Land habe sich gegen eine Beteiligung am Finale am 26. Mai entschieden. Die Gründe für die Entscheidung wollte er nicht nennen.

Die Europäische Rundfunkunion, die den ESC organisiert, bedauerte die Entscheidung. Er sei «wirklich enttäuscht», teilte Jon Ola Sand auf der Webseite der Rundfunkunion mit. «Umstände ausserhalb unserer Einflussmöglichkeiten» hätten zu der «unglücklichen Entscheidung» geführt, erklärte er.

Armenien streitet seit Jahrzehnten mit Aserbeidschan um die überwiegend von Armeniern bewohnte Enklave Berg-Karabach. Nach dem Zerfall der Sowjetunion führten die beiden Nachbarstaaten in den 90er-Jahren Krieg um die Region, in dessen Verlauf rund 30'000 Menschen getötet wurden. Trotz eines Waffenstillstands 1994 konnten sich beide Länder bislang nicht auf ein Friedensabkommen einigen.

Nachdem das aserbeidschanische Gesangsduo Ell und Nikki im vergangenen Jahr in Düsseldorf den ESC gewann, wird der Wettbewerb in diesem Jahr in der aserbeidschanischen Hauptstadt Baku ausgetragen.

SDA/phz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch