Zum Hauptinhalt springen

Älteste spielbare Orgel der Welt in Sitten zu hören

Ab dem 6. Juli erklingt die Orgel in der Basilika von Valeria in Sitten erneut. Den Rahmen gibt das 44. internationalen Festival für alte Orgel vor.

Jeden Samstag um 16 Uhr beginnen die Konzerte, an denen Organisten im Wesentlichen Stücke aus dem 15., dem 16. und dem 17. Jahrhundert spielen. Die Musiker seien bemüht, ein Repertoire zu präsentieren, das die spezifischen Möglichkeiten des alten Instruments besonders gut zur Geltung bringe, erklärten die Organisatoren.

Die Valeria-Orgel wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts gebaut und 1687 erweitert. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts geriet sie in Vergessenheit. Der ehemalige Konservator der Basilika von Valeria, Maurice Wenger, erweckte das Instrument in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach und nach wieder zum Leben. Als sich 1946 nach einem Erdbeben mehrere Pfeifen gelöst hatten, flickte er sie mit Klebeband und Holzstücken mehr schlecht als recht zusammen. Allmählich wurden die Besonderheit des Instruments von Experten erkannt, 1954 erfolgte eine erste Restaurierung.

Einige moderne Stücke sind nicht spielbar

Von nun an bereicherte Wenger seine Führungen durch die Schlosskirche jeweils mit einem kleinen Orgelrezital, das sich zunehmender Beliebtheit erfreute. Dadurch ermutigt, lancierte er 1969 das internationale Festival für alte Orgel.

Die Valeria-Orgel spielt 45 Noten und ist zwei Dritteltöne höher gestimmt als heute üblich. Einige moderne Stücke sind auf ihr nicht spielbar. Die Klaviatur des Instruments umfasst als Besonderheit eine so genannte kurze Oktave, das heisst eine ohne Halbtöne.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch