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AC/DC hat den Kontakt zu Phil Rudd verloren

Nicht erst seit der Anklage wegen eines Mordkomplotts bereitete der AC/DC-Schlagzeuger seinen Bandkumpanen Kopfzerbrechen. Jetzt spricht das Gründungsmitglied Angus Young.

Bereitete AC/DC schon länger Probleme: Phil Rudd schaut aus seienm Haus in Tauranga, Neuseeland. (6. November 2014)
Bereitete AC/DC schon länger Probleme: Phil Rudd schaut aus seienm Haus in Tauranga, Neuseeland. (6. November 2014)

AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd sah alles andere als gesund und munter aus, als er sich vergangene Woche in Neuseeland vor Gericht verantworten musste. Jetzt wendet ihm auch noch seine Band den Rücken zu.

AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd hat vor seiner Anklage in Neuseeland Probleme mit seinen Bandmitgliedern gehabt. Angus Young, Gitarrist und Mitgründer der australischen Hardrockband, sagte am Donnerstag bei einem Interviewtermin in New York City, Rudd sei bereits zuvor während der Arbeit am neuen Album «Rock or Bust» launisch und unberechenbar gewesen. «Gut, wir hatten ein paar Probleme», sagte Young. «Die Situation, in der er steckte, war für jeden überraschend. Wir hatten ein paar Angelegenheiten mit ihm, selbst als wir das Album aufnahmen, war es hart, ihn zum Aufnehmen zu bewegen.»

«Er kreuzte niemals auf»

Auch bei der Promotion des Albums sei es zu Problemen gekommen, berichtete der 59-jährige Young weiter: «Dann sollte er mit uns ein paar Werbeaufnahmen machen, und er kreuzte auch da niemals auf.»

Nach der Bekanntgabe von den Anschuldigungen gegen den Drummer hätten die restlichen AC/DC-Mitglieder nichts mit Rudd zu tun gehabt, so Young. «Wir hatten keinen Kontakt.» Rudd habe jedoch Menschen, die ihn repräsentierten. «Er hat sich ganz schön in die Patsche gesetzt.»

«Auf Tour wird ein Schlagzeuger dabei sein»

Seine Band werde die für Anfang Dezember geplante Veröffentlichung von «Rock or Bust» ungeachtet der Vorwürfe gegen Rudd vorantreiben, sagte der Gitarrist. Die Musikgruppe versuche, sich auch nicht von der für 2015 geplanten Welttournee abbringen zu lassen. «Wir haben beschlossen, weiter voranzugehen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es zwar ein Fragezeichen. Wenn wir aber auf Tour gehen, wird auch ein Schlagzeuger dabei sein.»

Die Klage gegen den gebürtigen Australier Rudd hatte das ruhige Städtchen Tauranga im Norden Neuseelands vergangene Woche in Aufregung versetzt. Dem 61-Jährigen war unter anderem vorgeworfen worden, er habe einen Auftragskiller für zwei Morde anheuern wollen. Diese Klage zog die Staatsanwaltschaft einen Tag später überraschend zurück, nachdem Rudd vor Gericht erschienen war. Er muss sich allerdings weiterhin wegen angeblich ausgesprochener Morddrohungen und des Besitzes von Methamphetaminen und Marihuana verantworten. Der nächste Gerichtstermin ist am 27. November.

AP/chk

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