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Neue Plattform für Forschung über Gurlitt-Nachlass

Die Ergebnisse aus der Forschung über Bilder unter Raubkunst-Verdacht sollen Dank einer neuen Datenbank besser zugänglich sein.

Der Gurlitt-Nachlass in Bern.
Der Gurlitt-Nachlass in Bern.
Christian Pfander

Mit einer neuen Datenbank will das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste die Provenienzforschung erleichtern. Die Proveana genannte Sammlung wurde am Donnerstag online gestellt.

Zunächst seien Ergebnisse der bisherigen Forschungsprojekte sowie Daten zur Provenienzrecherche im Fall Gurlitt recherchierbar, teilte das Deutsche Zentrum für Kulturgüterverluste mit.

Beim Kunsthändler Cornelius Gurlitt waren 2013 im Münchner Stadtteil Schwabing mehr als 1500 Kunstwerke gefunden worden. Sein Vater Hildebrand Gurlitt war Sammler und NS-Kunstberater. Aus dem Konvolut sind bisher 13 als Raubkunst identifizierte Werke an die rechtmässigen Eigentümer restituiert worden. Nach dem Tod von Cornelius Gurlitt erbte das Kunstmuseum Bern überraschend das Konvolut.

Die Deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bezeichnete in der Mitteilung den Start der Datenbank als «Meilenstein in der Provenienzforschung». Durch das neue Angebot würden Transparenz und Vernetzung von Forschungserkenntnissen gestärkt. «Das ist ein grosser Fortschritt für die Aufarbeitung des nationalsozialistischen Kulturgutraubes», sagte Grütters.

Proveana wird von einem Redaktionsteam ständig mit neuen Informationen gefüllt und aktualisiert. Das neue Angebot versammelt Forschungsergebnisse über NS-Raubgut, Kriegsverluste, Kulturgutentziehungen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sowie Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten.

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