Zum Hauptinhalt springen

Mit einer unbändigen Lust am Experiment und an der Anarchie

Eine grosse Retrospektive in Lugano präsentiert das vielfältige Werk des amerikanischen Künstlers Man Ray.

Präzise fotografische Ästhetik: «Les Larmes», ca. 1930.
Präzise fotografische Ästhetik: «Les Larmes», ca. 1930.
Man Ray Trust/ Pro Litteris, Zürich

Man Ray, das sei das Synonym für «Joiejouerjouir», notierte Marcel Duchamp, langjähriger Freund des Dadaisten und Surrealisten, Malers, Fotografen und Objektkünstlers. Man Ray also: Freude, Spiel, Das-sich-Erfreuen oder einfach die Lust. In der Tat ist Man Ray einer der experimentierfreudigsten Exponenten der Moderne. Und er ist wohl neben Marcel Duchamp derjenige, der mit seiner anarchistischen Energie am stärksten über die eigentliche Moderne hinausweist, in das grosse Kunstexperiment nach 1960. Das zeigt die grosse Retrospektive im Museo d’Arte della Città di Lugano. Phase nach Phase, Experiment nach Experiment sind dort aufgerollt, und es werden dadurch zugleich Querbezüge zwischen den verschiedenen Schaffenszeiten sichtbar.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.