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«Meine Figuren tun mir leid»

Im Comics «The Fall» des Berners Jared Muralt herrscht in der Stadt wegen eines Virus der Ausnahmezustand. Wie ist es, die aktuellen Ereignisse teilweise vorausgesehen zu haben?

Gisela Feuz
Die Protagonisten fliehen in die Berge, wo sie in einem ehemaligen Grandhotel Unterschlupf finden.
Die Protagonisten fliehen in die Berge, wo sie in einem ehemaligen Grandhotel Unterschlupf finden.
Jared Mural

Vor zwei Jahren kam der erste Band von «The Fall» heraus. Darin versank Bern, ja die Welt, aufgrund eines grassierenden Virus und einer Weltwirtschaftskrise im Chaos. Inwiefern ist eingetroffen, was Sie vor zwei Jahren gezeichnet haben?

Es gibt offensichtliche Parallelen wie etwa das Virus oder Hamsterkäufe. Allerdings ist das Virus in «The Fall» viel aggressiver als das Coronavirus und tötet viel mehr Menschen. Ein weiterer Unterschied ist, dass in meinem Comic schon Weltwirtschaftskrise und Rezession herrschen, bevor das Virus auftaucht. Weil es der Wirtschaft und den Menschen schlecht geht, ist es schwieriger, adäquate Gegenmassnahmen gegen die Pandemie zu treffen, weil die Mittel fehlen. So gerät in «The Fall» das System komplett aus den Fugen. Tote werden nicht mehr aus Wohnungen geborgen, marodierende Banden ziehen durch die Strassen, und Menschen fliehen aus den Städten. So weit sind wir ja zum Glück nicht.

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