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«Ich war nie für politische Korrektheit»

Die wichtigste Feministin der Gegenwart im Interview – über fast alles.

«Niemandem dürfen die Menschenrechte wegen der Religion, der Rasse, des Geschlechts oder der Sexualität streitig gemacht werden»: Judith Butler im Hotel Florhof in Zürich. Foto: Samuel Schalch

«Niemandem dürfen die Menschenrechte wegen der Religion, der Rasse, des Geschlechts oder der Sexualität streitig gemacht werden»: Judith Butler im Hotel Florhof in Zürich. Foto: Samuel Schalch

An ihr kommt niemand vorbei: Die Philosophin Judith Butler, 1956 geboren in Cleveland, hat mit den Gender Studies ein Fach begründet, das heute an fast allen Universitäten gelehrt wird. Seit der Wahl Donald Trumps wird Butler scharf angegriffen: Sie sei die Anführerin einer Sekte, ihr Denken spalte die Linke und führe zu einer Verweichlichung, weil sie die Verletzbarkeit des Menschen ins Zentrum gerückt hat. Die Angriffe kommen dabei durchaus nicht nur von rechts: Diesen Sommer führte die Zeitschrift «Emma» eine harte Kampagne gegen die amerikanische Philosophin. Alice Schwarzer machte ihr den Vorwurf, sie sei eine Zynikerin und befürworte die Zwangsverschleierung von Frauen. Im Interview nimmt Judith Butler nun Stellung zu den Vorwürfen und erklärt, worum es ihr geht, was sie vom Hashtag #MeToo hält und warum man nicht mit den ex­tremen Rechten reden sollte.

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