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Leben wir wirklich in der Schönschweiz?

Es braucht viel Verdrängungsleistung, um die Agglomeration schön zu finden. Wahr ist: Die Schweiz ist hässlich, banal, langweilig und sinnleer.

Zur Schönschweiz gehören die Berge, die Seen, die «intakte» Landschaft – garniert mit Burgen, Kirchen und Schlössern wie dem Schloss Chillon.
Zur Schönschweiz gehören die Berge, die Seen, die «intakte» Landschaft – garniert mit Burgen, Kirchen und Schlössern wie dem Schloss Chillon.
Laurent Gillieron, Keystone

Die Schweiz ist schön. Das steht fest. Jedes Fotobuch beweist es, jeder Wandkalender verkündet es, auf dem ganzen Erdenrund ist es bekannt. Abermillionen Touristen können nicht irren. Die Schweiz ist schön, genauer: pittoresk, einzigartig, wildromantisch und sinnstiftend.

Ist das so? Im Selbstversuch, auf einer Fahrt durchs Mittelland, wachsen die Zweifel. Es braucht viel Verdrängungsleistung, um die Agglomeration schön zu finden. Sie ist überall, zwei Drittel der Bevölkerung leben in dieser ästhetischen Sahelzone. Schöne Schweiz? Ein Aberglaube, wahr ist: Die Schweiz ist hässlich, genauer: banal, zusammengestückt, langweilig und sinnleer.

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