Zum Hauptinhalt springen

Wie es sich anfühlt, Teil der Welt zu sein

Die Kunsthalle Bern zeigt die erste Schau ihres neuen Direktors Fabrice Stroun. Die an vielen Stellen gut gelaunte Gemäldeausstellung «The Old, the New, the Different» wird heute eröffnet – ohne Stroun.

Ausstellungen müsse man körperlich erfahren, sagte Fabrice Stroun vor wenigen Wochen im Gespräch. Nun öffnet seine erste Ausstellung in Bern – und Stroun ist nicht da. Aus gesundheitlichen Gründen kann er sein Amt vorübergehend nicht ausüben. Die Ausstellung «The Old, the New, the Different» jedoch zeigt, was Stroun gemeint hat. Sie ist ein genussvoller Gang durch die Malerei der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart. Keine kunsthistorische Schau des Zeitgenössischen, sondern eine Aktualisierung der Sinne mit den Mitteln der Malerei – und eine elegante Annäherung an das Gegenteil des Lebens.

Der Hauptsaal der Kunsthalle zum Beispiel ist zum dunklen Prunkraum geworden. Hier hängen grosse schwarze Bilder von Julian Schnabel, Stephen Parrino, Jutta Koehter, Michael Scott und Wade Guyton. Sie beeindrucken und belustigen. «What do you want from me?», fragt Jutta Koehter und zeigt «La femme», die aus einem Dickicht der «Fantasy» steigt. Scott erzeugt durch nichts als Linien einen Schwindel ohne Titel, und Guyton fabriziert seine Gemälde mithilfe der Unzulänglichkeiten seines Druckers.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.