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Wie Disney das europäische Kunsterbe plündert

Um seine Wunderwelten zu erschaffen, bedient sich der Disney-Konzern nicht nur bei hiesigen Märchen, auch alte europäische Kunst dient den Trickfilmzeichnern als Vorbild.

Das Dschungelbuch (1967) erinnert an...
Das Dschungelbuch (1967) erinnert an...
(c) Disney Enterprises Inc.
...Die Schlangenbeschwörerin (1907) von Henri Rousseau.
...Die Schlangenbeschwörerin (1907) von Henri Rousseau.
Musée d'Orsay, Paris
Gustave Moreau, «Die Sirene», (1882)
Gustave Moreau, «Die Sirene», (1882)
Musée Gustave Moreau, Paris
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«Schneewittchen», «Aschenputtel», «Winnie the Pooh» - die Geschichten von unzähligen Disney-Filmen haben ihren Ursprung in Europa. Doch nicht nur europäische Märchen und Kinderbücher dienten dem US-Konzern als Quelle für seine Trickfilme, auch die bildende Kunst. Ein beträchtlicher Teil des europäischen Kunsterbes steckt in den Filmen, wie eine Ausstellung in München zeigt.

1935 unternahm Walt Disney eine Reise durch Europa. Bei seiner Rückkehr hatte er 350 Bücher im Gepäck: Märchensammlungen, kunsthistorische Bände, Literaturklassiker. Die Bücher legte er seinen Zeichnern vor – so wurden europäische Künstler wie Albrecht Dürer, Pieter Breughel, Gustave Moreau, Victor Hugo, oder Caspar David Friedrich zu einer wichtigen Inspirationsquelle.

Die Ausstellung in der Münchner Kunsthalle zeigt frühe Disney-Zeichnungen im Original und einige Vorbilder aus der europäischen Kunst. Ein wichtiger Hinweis darf bei diesem vermeintlichen Kulturdiebstahl nicht fehlen: Viele Disney-Zeichner waren Europäer, zu den bekannteren Zeichner der ersten Stunde gehört auch der Schweizer Albert Hurter (1883-1942).

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