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Portugal darf 85 Miró-Gemälde verkaufen

Laut einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung werden die Werke des spanischen Künstlers Joan Miró nicht als Kulturerbe eingestuft. Mit dem Verkauf der Gemälde will Portugal seine Staatskasse füllen.

Werke des spanischen Künstlers Joan Miró in einer Ausstellung in Santiago, Chile (1. August 2014).
Werke des spanischen Künstlers Joan Miró in einer Ausstellung in Santiago, Chile (1. August 2014).
Keystone

Portugal hat grünes Licht zum Verkauf von 85 Gemälden des Künstlers Joan Miró bekommen, um die Staatskasse zu füllen. Laut einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung werden die Werke nicht als Kulturerbe eingestuft und dürfen damit ausser Landes gebracht werden.

Die Kunstwerke des spanischen Malers stammen aus dem Besitz der Bank BPN, die 2008 nach hohen Verlusten verstaatlicht worden war. Im Juni war die Versteigerung beim Londoner Auktionshaus Christie's nach der Entscheidung eines Lissaboner Gerichts gestoppt worden.

Christie's hatte den Wert der Sammlung mit mehr als 30 Millionen Pfund (45,5 Millionen Franken) beziffert. Zu der Kollektion gehört auch das Gemälde «Frauen mit Vögeln», dessen Wert vom Auktionshaus Christie's auf bis zu 10 Millionen Franken geschätzt wird. Nach den Worten des Auktionshauses handelt es sich um eine der «umfassendsten und eindrucksvollsten Sammlungen» des spanischen Künstlers, die jemals zur Versteigerung angeboten wurden.

Die Regierung in Portugal hatte den umstrittenen Verkauf der staatlichen Sammlung unter Verweis auf den knappen Staatshaushalt gegen Kritik verteidigt. Das Land hatte sich 2011 im Gegenzug für eine internationale Finanzhilfe in Höhe von 78 Milliarden Euro zu einem strikten Sparkurs verpflichtet.

SDA

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