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Nur dem Sensenmann gefällts

Wie lustig kann der Terror sein? Ziemlich lustig. Das fällt an den besten Karikaturen des Jahres auf, die das Museum für Kommunikation derzeit zeigt.

Was für einfältige Jihadisten. Ihr grösster Albtraum besteht darin, dass ihnen ein Kamel auf die falsche Gesichtsbehaarung tritt und der spärliche Bartwuchs auffliegt. So sieht es Oger (Andreas Ackermann); sein Cartoon ist derzeit als eine der «besten Schweizer Pressezeichnungen des Jahres 2015» im Berner Museum für Kommunikation zu sehen. Und natürlich ist der Terrorismus – von den Anschlägen auf die Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» im Januar bis zu den jüngsten Attentaten in Paris – eines der Hauptthemen in der alljährlichen Ausstellung «Gezeichnet».

Die Frage, was sich Satire alles erlauben darf, hat seit «Charlie Hebdo» die westliche Gesellschaft einmal mehr beschäftigt. Und sie stellt sich auch hier, wo viele Karikaturen von einem buchstäblich todernsten Thema handeln: von extremistischer Gewalt. So auch die Illustration von Felix Schaad, Karikaturist beim «Tages-Anzeiger», die das Brüsseler Problemviertel Molenbeek darstellt. Überall schnallen sich dunkle Gestalten Sprenggürtel um. Nur will davon selbst Belgiens gewieftester Reporter, die Comicfigur Tim, nichts mitbekommen: Blind tappt er mit seinem Hund Struppi durch die Gassen. Die Beiträge des «Bund»-Karikaturisten Orlando Eisenmann fokussieren sich derweil auf nationalpolitische Ereignisse wie etwa die Bundesratswahlen.

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