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Nebulöse Kunst

Berndnaut Smildes Werke sind äusserst flüchtig. Der Holländer kreiert Wolken in Innenräumen. Anlässlich seiner Ausstellung in London wird erklärt, wie eine solche Wolke entsteht.

Eine Wolke – wie als Symbol für Unglück.
Eine Wolke – wie als Symbol für Unglück.
Berndnaut Smilde
Berndnaut Smildes Kunstwerke sind äusserst flüchtig...
Berndnaut Smildes Kunstwerke sind äusserst flüchtig...
Berndnaut Smilde
...oder in Offspaces wie Industrieräumen.
...oder in Offspaces wie Industrieräumen.
Berndnaut Smilde
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Wahrscheinlich hätte er auch Meteorologe werden können. Stattdessen wandte sich der Holländer Berndnaut Smilde der Kunst zu. Wo er bald als Wettermacher für Furore sorgte. Denn Smilde kreiert echte Wolken – und zwar drinnen – in Galerien, Kunsthallen, Kirchen. Seine Idee sei gewesen, ein klares, begrenztes Gebilde zu schaffen, eine Mini-Wolke, die einfach in der Luft hängt, fast wie in einem Comic, ein Sinnbild für schlechte Laune, so formuliert der Künstler es selber.

Um so etwas herzustellen, braucht es ein bisschen Wissenschaft – und viel Geduld. Um eine perfekte Wolke zu schaffen, sorgt Smilde zunächst für die perfekte Temperatur. Anschliessend sprayt er die Räume mit Wasser ein, um ein feuchtes Klima zu erzeugen. Dann benutzt er eine Rauchmaschine, wie sie in Discos benutzt wird.

Die Wolke existiert nur für ein paar Augenblicke, dann löst sie sich wieder auf. Dieser flüchtige Aspekt seiner Arbeit interessiere ihn besonders, so Smilde. Es gehe tatsächlich um den Moment, in dem die Wolke existiert, ein Sinnbild für Vergänglichkeit. Mit seinem Wasserspray kann er die Wolke zwar noch ein bisschen formen, aber die Möglichkeiten sind begrenzt. Deshalb produziert er Wolke um Wolke, bis sie die perfekte Form hat. Dann fotografiert er sie.

Gegenwärtig sind seine Arbeiten in der Londoner Roncini Gallery zu sehen, für die BBC ein Anlass, die Entstehung einer Smilde-Wolke zu dokumentieren.

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