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Monet-Gemälde in Gurlitts Koffer identifiziert

Bei dem Bild, das Monate nach dem Tod des Kunstsammlers in dessen Koffer gefunden wurde, handelt es sich um die «Abendliche Landschaft».

Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
dpa
Ein ganzes Leben hatte er damit verbracht, möglichst kein Aufsehen zu erregen: Cornelius Gurlitt im November 2013.
Ein ganzes Leben hatte er damit verbracht, möglichst kein Aufsehen zu erregen: Cornelius Gurlitt im November 2013.
Babirad Picture
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
2014 ProLitteris, Zürich, Keystone
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Die Taskforce Schwabinger Kunstfund bestätigte am Montag einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Das Gemälde wurde inzwischen auch als «Koffer-Fund» in die Onlinedatenbank Lostart eingestellt. Das Gemälde wurde vier Monate nach Gurlitts Tod in einem Koffer gefunden, den der 81-Jährige vor seinem Tod im Krankenhaus bei sich hatte. Erst im September wurde es dem Nachlassverwalter übergeben.

Cornelius Gurlitt war am 6. Mai in München gestorben. Als Alleinerben setze er das Kunstmuseum Bern ein. Am 26. November soll eine Entscheidung darüber fallen, ob das Museum die Erbschaft annimmt oder nicht. Im Februar 2012 hatte die Staatsanwaltschaft die ersten 1280 Kunstwerke wegen des Verdachts auf ein Steuer- und Vermögensdelikt in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt und zunächst unter Verschluss gehalten.

Anfang 2014 war bekannt geworden, dass sich weitere 238 Werke in Gurlitts Haus in Salzburg befanden – darunter Werke von Picasso und auch Monet. Im Juli wurden bei der Auflösung von Gurlitts Schwabinger Wohnung dann weitere Kunstwerke gefunden, über deren Verbleib bis dahin Unklarheit geherrscht hatte. Hunderte Werke stehen nach Auffassung der Taskforce Schwabinger Kunstfund im Verdacht, Nazi-Raubkunst zu sein. Cornelius Gurlitt war der Sohn von Hildebrand Gurlitt, der als einer von vier Kunsthändlern Adolf Hitlers für das NS-Regime mit Kunst handelte.

SDA/phz

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