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Meisterwerke mit Irritationspotenzial

Die Fondation Beyeler zeigt eine Retrospektive des Malers Balthus – mitten in der Kontroverse, was in der Kunst erlaubt sein soll und was nicht.

1938 von Balthus gemalt: «Thérèse rêvant» © Balthus, The Metropolitan Museum of Art, New York, Jaques und Natasha Gelman Collection, 1998 Foto: The Metropolitan Museum of Art/Scala Florenz

1938 von Balthus gemalt: «Thérèse rêvant» © Balthus, The Metropolitan Museum of Art, New York, Jaques und Natasha Gelman Collection, 1998 Foto: The Metropolitan Museum of Art/Scala Florenz

Ewa Hess@askewa

Das Bild verstört. Ein Mädchen an der Schwelle zur Pubertät ist in einem erotischen Traum versunken. Ihre Wangen glühen, ihr Körper ist angespannt. Der Maler lenkt den Blick des Zuschauers mit mathematischer Präzision zum leuchtende Zentrum hin, dem von einer Unterhose bedeckten Schritt. Und als ob das noch nicht genug der Eindeutigkeit wäre, schleckt die Katze im Vordergrund an einem Teller, so weiss wie die Wäsche des Mädchens. Skandal?

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