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Mediokres Jahr für das Kunstmuseum

Das Kunstmuseum Bern hat 2011 mit 81'765 Eintritten «ein durchschnittliches Jahr» erlebt. Für das laufende Jahr sind acht Ausstellungen angesagt, so auch Retrospektiven von Sean Scully, Zarina Bhimji, Hermann Hesse und Antonio Saura.

Im neuen Jahr wartet das Kunstmuseum unter anderem mit einer Ausstellung des malerische Werks Hermann Hesses auf.
Im neuen Jahr wartet das Kunstmuseum unter anderem mit einer Ausstellung des malerische Werks Hermann Hesses auf.
Franziska Scheidegger

Im Vergleich zu 2010 (169'000) sind die Eintritte 2011 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Das erstaunt nicht, war 2010 doch das Jahr der grossen Albert-Anker-Schau, die das Kunstmuseum zum 100. Todesjahr des Malers eingerichtet hatte.

Gleichwohl zeigte sich Museumsdirektor Matthias Frehner am Freitag vor den Medien «sehr zufrieden» mit dem Ergebnis 2011. Umso mehr, als sich Aufwand und Ertrag auf dem Niveau von 9'120'000 Franken die Waage hielten.

Auch für 2012 präsentierte Frehner ein nahezu ausgeglichenes Budget. Aufwendungen von 8'570'000 stehen Erträge von 8'510'000 Franken gegenüber.

«Carte Blanche» für Fotografen

Die Ausstellung «Industrious» mit Bildern des Porträtfotografen Marco Grob und der Industriefotografen David Hiepler und Fritz Brunier eröffnet das Jahr am 2. März. Die Künstler haben zum 100- jährigen Firmenjubiläum von Holcim die Gelegenheit erhalten, rund um den Globus in 35 Produktionsstätten des Schweizer Baustoffkonzerns Mitarbeitende und Fabrikanlagen zu fotografieren.

Vom 9. März bis 24. Juni wartet das Museum mit einer Retrospektive des irisch-amerikanischen Künstlers Sean Scully auf. Scully, 1945 geboren, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der abstrakten Malerei. Die Retrospektive ist die bisher umfangreichste in der deutschsprachigen Schweiz.

Erste Retrospektive Hermann Hesse

Zum 50. Todesjahr von Hermann Hesse (1877-1962) präsentiert das Kunstmuseum vom 28. März bis 12. August unter dem Titel «... die Grenzen überfliegen» die erste Retrospektive überhaupt zu Hesses malerischem Werk. Es umfasst frühe Studien, grossformatige Landschaftsaquarelle, Gemälde, Federzeichnungen und kleinformatige Textillustrationen.

Eine weitere Retrospektive widmet das Museum der britisch-indisch- afrikanischen Fotografin und Videokünstlerin Zarina Bhimji. Sie befasst sich mit Themen wie Migration und Globalisierung (1.6.- 2.9.). Umfassend gewürdigt wird schliesslich vom 6. Juli bis 11. November das malerische, zeichnerische und plastische Werk des Spaniers Antonio Saura (1930-1998).

Merets Geburtstagsausstellung

Im Mittelpunkt der drei letzten Ausstellungen steht die Schweizer Kunst. «Merets Funken» (19.10.2012-10.2.2013) untersucht den Einfluss Meret Oppenheims auf junge Schweizer Kunstschaffende. Anlass ist der 100. Geburtstag der grossen Surrealistin am 6. Oktober 2013.

Anschliessend zeigt das Museum das Werk des Malers und Dichters Otto Nebel. Er wurde 1892 in Berlin geboren, lebte aber seit 1933 in Bern, wo er 1973 starb (9.11.-17.2.).

Die vergleichende Ausstellung «Itten-Klee. Kosmos Farbe» (30.11.- 31.3.) beschliesst das Jahr 2012. Sie ist eine Koproduktion mit dem Zentrum Paul Klee in Bern und soll zeigen, wie sich die beiden Bauhaus-Künstler Johannes Itten und Paul Klee gegenseitig inspirierten.

SDA/dam

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