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Maler und Pädagoge Gottfried Tritten verstorben

Der als «Niesen-Maler» bekannte Künstler und Kunstpädagoge Gottfried Tritten ist mit 91 Jahren verstorben. Das geht aus der Todesanzeige hervor, die seine Familie am Mittwoch publizieren liess.

Einem breiteren Publikum ist Tritten als «Niesen-Maler» bekannt. Tatsächlich spielen der Wildstrubel und der Niesen eine zentrale Rolle in seinem Werk - die beiden Berge also, die er als Kind an der Lenk und später als Lehrer am Thunersee vor Augen hatte.

Mit zwei Themen habe sich Tritten immer wieder befasst, schrieb das «Thuner Tagblatt» zum 80. Geburtstag des Künstlers. Einerseits faszinierte ihn die Gegensätzlichkeit von Ruhe und Bewegung. «Anderseits drückten ihm seine Berge, mit denen er im Berner Oberland und im Wallis lebte, ihren Stempel auf.»

Der 1923 geborene Tritten wuchs als Bauernbub an der Lenk auf. Nach der Ausbildung zum Zeichnungslehrer unterrichtete er 20 Jahre am Lehrerinnenseminar Thun und baute in Bern am Sekundarlehramt die französische Abteilung auf. In den 1970er-Jahren zog Tritten als Maler ins Walliser Dörfchen Grimisuat.

Bekannt wurde Tritten zunächst durch seine kunstpädagogischen Werke «Gestaltende Kinderhände» und «Erziehung durch Farbe und Form». Das weckte das Interesse des Publikums an Trittens eigenem künstlerischen Werk. Sein Schaffen wurde in zahlreichen Ausstellungen beidseits des Röstigrabens dokumentiert.

1986 ehrte ihn die Stadt Thun mit dem Kulturpreis. 1998 erhielt Tritten den Kulturpreis des Kantons Wallis. Die Universität Bern ehrte ihn für sein kunstpädagogisches Werk 1986 mit dem Ehrendoktortitel.

SDA/agr

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