Zum Hauptinhalt springen

Lenin, Stalin, Marx und Kamele

Für sein intelligentes Video über Vergangenheitsbewältigung in Litauen erhält Nicolas Cilin den Credit-Suisse-Förderpreis Videokunst.

Nicolas Cilins: Stalin's World 2013, HD-Video, Farbe, Ton, 20 min
Nicolas Cilins: Stalin's World 2013, HD-Video, Farbe, Ton, 20 min
Kunstmuseum Bern, Schenkung der Credit Suisse

«Das waren fünf Kanonenschüsse», sagt die Rednerin auf der Bühne. «Keine Champagnerkorken, sondern schweres Geschütz!» Das Publikum lächelt beifällig. In Nicolas Cilins Video «Stalin’s World» ist die sozialistische Welt noch in Ordnung. So scheint es zunächst.

Nicolas Cilin erhält für seine wunderbar vielschichtige Arbeit zum Thema Geschichtsbewusstsein und Nostalgie in diesem Jahr den Credit Suisse Förderpreis Kunst. Der mit 8000 Franken dotierte Preis, der sich an Studierende richtet, wurde vor drei Jahren in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bern ins Leben gerufen. Auf die schweizweite Ausschreibung hin bewarben sich 56 Kunstschaffende, das sind mehr als doppelt so viele wie im Gründungsjahr des Preises. Neben dem Gewinner wählte die fünfköpfige Fachjury unter der Leitung von Kathleen Bühler, Kuratorin am Kunstmuseum Bern, sechs weitere Videoarbeiten in die Shortlist. Auch bei diesen Arbeiten dominieren gesellschaftliche und zeitkritische Themen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.