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Lebendige Schmetterlinge und eingelegte Kühe

Mehr als 70 Werke aus allen Schaffensperioden des britischen Künstlers Damien Hirst werden ab Mittwoch in London ausgestellt.

Damien Hirst posiert vor seinen «Blue Paintings». Die Totenköpfe bleiben.
Damien Hirst posiert vor seinen «Blue Paintings». Die Totenköpfe bleiben.
Keystone
Galerist Andrea Caratsch (l.) kaufte Hirst vier eingelegte Haie ab.
Galerist Andrea Caratsch (l.) kaufte Hirst vier eingelegte Haie ab.
Sascha Renner
Weniger aufsehenerregend sind seine Stillleben mit Medikamenten aus dem Jahre 1994, die fein säuberlich in Apothekerschränken arrangiert sind.
Weniger aufsehenerregend sind seine Stillleben mit Medikamenten aus dem Jahre 1994, die fein säuberlich in Apothekerschränken arrangiert sind.
Keystone
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An der neuen Ausstellung der Londoner Tate Modern sind beispielsweise lebendige Schmetterlinge, tiefschwarze Fliegenschwärme, eingelegte Kühe, prall gefüllte Medikamentenschränke und jede Menge Punktebilder zu sehen.

Erste Hirst-Schau dieser Art

Nach Angaben des Hauses ist es die erste Hirst-Schau dieser Art, in der umfassend Rückblick auf das Schaffen des heute 46-Jährigen gehalten wird.

«Ich glaube, ich habe es immer vermieden, zurückzuschauen», erklärte Hirst kurz vor der Eröffnung der Ausstellung am Montag in London. «Ich bin froh, dass die Leute jetzt meine Arbeiten sehen und sich selber ein Urteil bilden können.» Zu den Exponaten gehört auch ein mit echten Diamanten besetzter Abguss eines menschlichen Schädels. Die Arbeit mit dem Titel «For the Love of God» hatte 2007 Aufsehen erregt und wird als eigene Installation in der riesigen Turbinenhalle gezeigt.

Teil der Kultur-Olympiade

Hirst, der mittlerweile zu den reichsten Künstlern der Welt gehört, scheidet seit seinem Aufstieg in den 1990er Jahren die Geister. Während die einen in ihm einen der einflussreichsten lebenden Künstler sehen, hat er auch harte Kritiker. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, dass er seine Werke zum Teil nicht selber produziert und durch Assistenten anfertigen lässt.

Die Schau mit dem Namen «Damien Hirst» läuft bis zum 9. September und ist Teil der Kultur-Olympiade, die britische Einrichtungen vor und während der Olympischen Spiele in London in diesem Sommer organisiert haben.

(SDA)

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