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Lang lebe die vertikale Austastlücke!

Im Zeitalter von Apps und Internet müsste der Teletext längst ausgestorben sein. Er hält sich jedoch seit Jahrzehnten unverändert und fasziniert durch seine Beschränktheit – auch Künstler. Eine Ode.

Denise Jeitziner
Wenige Pixel reichen aus für ein Gesicht. Rich Oglesby ist einer von 17 Künstlerinnen und Künstlern, die extra für das Teletext Art Festival Werke kreiert haben. Seine sind «Eine Sammlung von Menschen, die mir das Internet zu einem interessanten Ort machen... und Amelie...»
Wenige Pixel reichen aus für ein Gesicht. Rich Oglesby ist einer von 17 Künstlerinnen und Künstlern, die extra für das Teletext Art Festival Werke kreiert haben. Seine sind «Eine Sammlung von Menschen, die mir das Internet zu einem interessanten Ort machen... und Amelie...»
Rich Oglesby
Auch Janne Suni setzt auf Gesichter. Dieser Geselle hier erinnert an B. A. vom A-Team.
Auch Janne Suni setzt auf Gesichter. Dieser Geselle hier erinnert an B. A. vom A-Team.
Janne Suni
King Kong und andere...
King Kong und andere...
Max Capacity
...Monster sind zu sehen, aber auch filigranere Werke wie eine liebliche Tierwelt, ein Propagandaplakat oder einfach Linien: Jeweils in einer von sechs möglichen Farben plus Schwarz oder Weiss.
...Monster sind zu sehen, aber auch filigranere Werke wie eine liebliche Tierwelt, ein Propagandaplakat oder einfach Linien: Jeweils in einer von sechs möglichen Farben plus Schwarz oder Weiss.
Dave Needham
Beim vielfältigen Newsangebot aus Internet und Apps müsste die Nutzung des Teletexts eigentlich kontinuierlich abnehmen. Tut sie aber nicht, wie die SRG-Grafik seit 1998 zeigt. Abgesehen von einem Hoch zwischen 2004 und 2005 ist die Kurve mehr oder weniger ausgeglichen.
Beim vielfältigen Newsangebot aus Internet und Apps müsste die Nutzung des Teletexts eigentlich kontinuierlich abnehmen. Tut sie aber nicht, wie die SRG-Grafik seit 1998 zeigt. Abgesehen von einem Hoch zwischen 2004 und 2005 ist die Kurve mehr oder weniger ausgeglichen.
IHA Telecontrol/Publica Data
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Im Vergleich zu heutigen Newsportalen fällt der Teletext völlig ab. Die Informationen sind auf einem absoluten Minimum gehalten. Nur wenige Zeilen pro Seite stehen zur Verfügung im Vergleich zur unendlichen Länge im Web, der Vielfalt der Nachrichten.

«Magnin tritt per sofort zurück», steht da zum Beispiel am Montag auf der Auftaktseite von Swisstext mit Hinweis auf Seite 184. Dort folgen fünfzehn Zeilen zum Grund des Rücktritts, zur Zukunft und Vergangenheit des ehemaligen Nati-Fussballers. Tags darauf auf Seite 109: «Fehldiagnose: Ärzte vor Gericht.» Gelber Titel gefolgt von ein paar hellblauen Zeilen, gefolgt von ein paar weissen Zeilen und diese wiederum gefolgt von ein paar abschliessenden Zeilen wieder in Hellblau. Das Prinzip ist immer dasselbe.

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