ABO+

Inszenierungen der Melancholie

Der weibliche Körper radikal: In Bern lebt das Werk der Schweizer Foto- und Performancekünstlerin Manon auf.

Manon vervielfacht mit Spiegeln die Mittel zur Selbsterkenntnis und Wahrheitsfindung. Aus der Serie «La dame au crâne rasé», 1977/78, C-Print auf Alu.

Manon vervielfacht mit Spiegeln die Mittel zur Selbsterkenntnis und Wahrheitsfindung. Aus der Serie «La dame au crâne rasé», 1977/78, C-Print auf Alu.

(Bild: Pro Litteris)

Den Schädel kahl rasiert, androgyn oder wie als Opfer von Verfolgung und Bestrafung, demütig und anmassend zugleich: «La dame au crâne rasé».

Diese Serie schwarzweisser Fotografien, hauptsächlich bestehend aus Bildpaaren, bildet den Schwerpunkt der überzeugend gestalteten Schau in der Galerie Béatrice Brunner. 1940 in Bern geboren, in St. Gallen aufgewachsen und in Zürich lebend, löste sich Manon mit diesen Fotografien künstlerisch von den spektakulären Installationen und Performances, die sie Mitte der 1970er-Jahre bekannt gemacht hatten: Das üppig-verruchte «Lachsfarbene Boudoir», die Präsentation von Männern im Schaufenster einer ehemaligen Metzgerei oder die Selbstankettung hinter Gittern in «Das Ende der Lola Montez».

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt