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Ich filme, also bin ich

Handyfilme von Jugendlichen lösen bei Erwachsenen oft negative Assoziationen zu Gewalt, Mobbing oder Pornografie aus. Eine Ausstellung korrigiert diese einseitige Sichtweise.

Spontan filmende Jugendliche machen sich verdächtig: Viele Erwachsene denken an Fälle von Cybermobbing oder Gewaltexzess.
Spontan filmende Jugendliche machen sich verdächtig: Viele Erwachsene denken an Fälle von Cybermobbing oder Gewaltexzess.
Franziska Rothenbühler

Eine Gruppe Jugendlicher wird nachts auf dem Nachhauseweg von Schneefall überrascht. Einige beginnen ausgelassen auf der Strasse zu tänzeln, andere malen mit ihren Schuhen Figuren in die weisse Leinwand unter ihren Füssen. Und natürlich wird die Szene mit dem Handy ­gefilmt, später noch mit Musik unterlegt und an Freunde und Bekannte verschickt. Eine junge Frau versucht mit ­ihrem Snowboard einen neuen Trick, verliert das Gleichgewicht und stürzt ­lachend in den Schnee. Vielleicht dient die gefilmte Szene dazu, abends die Fehler zu analysieren – oder sie ist einfach ein Dokument, das besagt: Ich war dort, und ich hatte Spass, den ich mit euch ­teilen will.

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