Gestohlener Hodler taucht in Hamburg auf

Das zwei Millionen Franken teure Gemälde verschwand vor 16 Jahren aus einer Galerie in Zürich – wie, bleibt ungeklärt.

Eine Besucherin an der Ausstellung über Ferdinand Hodler (1853-1918) zu seinem 100. Todestag im Sotheby's Zurich. (12. April 2018)

Eine Besucherin an der Ausstellung über Ferdinand Hodler (1853-1918) zu seinem 100. Todestag im Sotheby's Zurich. (12. April 2018)

(Bild: Keystone Patrick Huerlimann)

Ein vor 16 Jahren in Zürich gestohlenes Gemälde von Ferdinand Hodler (1853-1918) ist in Hamburg wieder aufgetaucht. Ein Mann hatte das Gemälde «Laetizia Raviola» (1917, Wert über zwei Millionen Franken) kurz vor Weihnachten bei einer Hamburger Polizeiwache abgegeben.

Das bestätigte die Polizei am Mittwoch. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet. Das Gemälde zeigt ein Modell, das Hodler mehrmals porträtierte.

Jahrelang soll das Gemälde im Keller eines libanesischen Autohändlers gelegen haben. Die Polizei stellte das Bild sicher, Experten der Hamburger Kunsthalle bestätigten die Echtheit. Sie stuften es als das Original ein, das im Dezember 2001 in einer Schweizer Galerie gestohlen worden war.

Die Polizei leitete Ermittlungen gegen den Autohändler ein. Diese wurden jedoch eingestellt, da die Tat als verjährt gilt. Das Gemälde soll nun an die Eigentümerin – eine Versicherung, die den Schaden damals bezahlte – zurückgegeben werden.

ij/sda

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