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Für die Stadt Zürich ist auch ein Naegeli nur Vandalismus

Für die Abdankungsfeier der verstorbenen Emilie Lieberherr sollte das Grossmünster sich von seiner besten Seite zeigen. Die Behörden übertünchten ein Graffito, das mutmasslich von Harald Naegeli stammt.

Weggefegt: Das Naegeli-Graffito am Treppenaufgang zum Grossmünster.
Weggefegt: Das Naegeli-Graffito am Treppenaufgang zum Grossmünster.
Lisa Stamm

Im Treppenaufgang vom Limmatquai zum Grossmünster befand sich bis vor ein paar Tagen noch eine gesprayte Strichfigur, die dem «Sprayer von Zürich» Harald Naegeli zugeschrieben wird. Nun ist diese übertüncht worden, wie eine Kennerin von Naegelis Werk dem «Tages-Anzeiger» berichtete. Wer ist verantwortlich für die radikale Auslöschung der rennenden Strichfigur? Die städtisch Graffiti-Beauftragte Priska Rast erklärt, ihre Fachstelle sei vor der Abdankungsfeier für Alt-Stadträtin Emilie Lieberherr von einer Bürgerin zu recht informiert worden, dass sich in dem Treppenaufgang ein gespraytes Hakenkreuz befinde. In solchen Fällen sei klar: Die Schmiererei muss entfernt werden. Darauf schickte die Stadt die sogenannte Graffitiordnung los, den Reinigungstrupp für Graffiti.

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