Frehner geht in Pension

Von Hodler bis Gurlitt: Matthias Frehner verschaffte dem Berner Kunstmuseum internationale Beachtung.

Matthias Frehner geht in Pension.

Matthias Frehner geht in Pension. Bild: Valérie Chétélat

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Matthias Frehner, Direktor Sammlungen im Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee, geht Ende September 2018 in den Ruhestand. Mit der Gründung der Dachstiftung Kunstmuseum Bern - Zentrum Paul Klee im Sommer 2015 übernahm der 63-jährige Frehner die Leitung der Sammlungen innerhalb der vierköpfigen Geschäftsleitung. Von 2002 bis 2015 hatte er das Kunstmuseum Bern als Direktor geführt und laut Pressemitteilung «wesentlich zu dessen erfolgreicher Neuprofilierung» beigetragen. Diese erreichte er mit wissenschaftlich fundierten Ausstellungen zur klassischen Moderne, zur Gegenwartskunst wie auch zur Berner Kunst.

Internationale Beachtung fanden unter anderen die Erstpräsentation der Sammlung chinesischer Kunst von Uli Sigg 2005 sowie die umfassenden Retrospektiven zu Balthasar Burkhard, Meret Oppenheim oder Ferdinand Hodler.

Zuvor war Frehner, der mit einer «Geschichte der Schweizer Eisenplastik» die Doktorwürde erlangt hatte, von 1988-1996 Konservator der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur; zwischen 1996 und 2002 wirkte er als Kunstredaktor bei der NZZ. Die kunsthistorische Forschung war Matthias Frehner stets ein Anliegen, so ist er auch ein Pionier auf dem Gebiet der Raubkunst und der Provenienzforschung in der Schweiz.

Im Mai 2014 gerieten Frehner und das Kunstmuseum in den Fokus der Weltöffentlichkeit, nachdem Cornelius Gurlitt seine hochkarätige Sammlung überraschend dem Kunstmuseum Bern vermacht hatte. Der Stiftungsrat wird im Verlauf des Sommers über die Nachfolge in der Geschäftsleitung entscheiden.

Erstellt: 06.04.2018, 08:03 Uhr

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