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Experte: Raubkunst auch in Gurlitts Salzburger Sammlung

Nachdem das Kunstmuseum Bern die Gurlitt-Werkliste veröffentlichte, melden sich Experten zu Wort. Gemäss Provenienzforscher Willi Korte befindet sich auch in der Salzburger Sammlung Raubkunst.

Das Werk «Paris Kathedrale» von Camillo Pissarro, aus der Salzburger Kunstsammlung,ist ebenfalls auf der vom Kunstmuseum Bern veröffentlichten Werkliste aufgeführt. Obwohl es sich dabei gemäss Experte um Raubkunst handel könnte.
Das Werk «Paris Kathedrale» von Camillo Pissarro, aus der Salzburger Kunstsammlung,ist ebenfalls auf der vom Kunstmuseum Bern veröffentlichten Werkliste aufgeführt. Obwohl es sich dabei gemäss Experte um Raubkunst handel könnte.
Keystone

Bei dem Gemälde «Paris Kathedrale» von Camille Pissarro aus dem Jahr 1902, das in der Werkliste auftaucht, die das Kunstmuseum Bern am Donnerstag veröffentlichte, handle es sich um ein Werk, das der jüdischen Familie Heilbronn in Frankreich geraubt wurde. Das sagte Korte, der in den früheren 1990er Jahren den Quedlinburger Domschatz in Texas aufgespürt hat, der Nachrichtenagentur dpa.

Das Bild findet sich auch auf der Seite eines amerikanischen Forschungsprojektes zur Nazi-Raubkunst. Zwischenzeitlich befand es sich den Angaben zufolge um 1945 auf Schloss Hohenschwangau. Wie es in die Sammlung vor Gurlitts Vater Hildebrand, der einer der Kunsthändler Adolf Hitlers war, gelangte, ist unklar.

Die Salzburger Sammlung dürfte der weitaus wertvollere Teil der umstrittenen Gurlitt-Sammlung sein. Er umfasst neben dem Pissarro unter anderem Ölgemälde von Gustave Courbet, Paul Cézanne, Edouard Manet und Claude Monet sowie Werke von Pablo Picasso, Auguste Renoir, Wassily Kandinsky, Ernst-Ludwig Kircher, Paul Klee, Edvard Munch, Emil Nolde, und Max Liebermann, wie aus jetzt veröffentlichten Werkliste hervorgeht.

SDA/agr

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