Ein Haifisch für eine Filmkamera

Damien Hirst kritzelte für einen netten Taxifahrer einen Haifisch auf ein Notizpapier – jetzt ist die Zeichnung in einem Auktionshaus für 4500 Pfund versteigert worden.

In dreissig Sekunden gezeichnet – für 4500 Pfund verkauft. Skizze von Damien Hirst.

In dreissig Sekunden gezeichnet – für 4500 Pfund verkauft. Skizze von Damien Hirst.

Die Geschichte ging vor zwei Jahren um die Welt. Nachdem ein Taxifahrer den Starkünstler Damien Hirst durch die Stadt chauffiert hatte, bekam er von ihm eine Zeichnung für seinen Sohn geschenkt.

Der Sohn ist inzwischen 15 Jahre alt und vergangenen Samstag wurde das Papier bei einem Auktionshaus versteigert – für 4500 Pfund ging die Zeichnung, auf der ein Totenkopf, ein Hai und ein Schmetterling zu sehen sind, an einen anonymen Bieter. Skeptiker hatten im Vorfeld Zweifel angemeldet, ob eine Hirst-Skizze überhaupt noch einen annehmbaren Preis erzielen könne – nun wurden Sie vom Ergebnis Lügen gestraft.

Vom Geld, so der Sohn, wolle er eine Filmkamera kaufen und dann Filmemacher werden. Der Sohn war auch der Grund dafür, wieso der Taxifahrer das Bild überhaupt bekam. Zwei Jahre zuvor war Hirst nämlich bereits einmal in sein Taxi gestiegen. Als er abends seinem Sohn davon berichtete, habe dieser gefragt: «Wieso hast du ihn nicht gebeten, dir etwas zu zeichnen?» Als Hirst dann wieder auf dem Rücksitz seines Taxis auftauchte, tat der Mann also wie geheissen und bat den Künstler um eine Zeichnung. Ausserdem hat Multimillionär Hirst, dessen teuerstes Werk für mehr als 14 Millionen Euro versteigert wurde, dem Burschen ein aufmunterndes «Gib die Kunst nicht auf!» auf das Blatt geschrieben.

mcb

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