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Ein Degas kehrt heim

Vor fast vierzig Jahren wurde ein Gemälde des französischen Impressionisten gestohlen. Jetzt geben es die US-Zollbehörden in sein Heimatland zurück.

1973 aus einem Museum gestohlen: «Les Blanchisseuses souffrant des dents».
1973 aus einem Museum gestohlen: «Les Blanchisseuses souffrant des dents».

Fast vier Jahrzehnte nach seinem Diebstahl kann ein Gemälde des französischen Impressionisten Edgar Degas nach Frankreich zurückkehren. Das Bild war 1973 aus einem Museum in Le Havre geklaut und vergangenes Jahr bei einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's in New York wieder aufgetaucht.

Es wurde am Freitag von der US-Zollbehörde an den französischen Botschafter in Washington, François Rivasseau, übergeben. Rivasseau sprach von einer «Geste der Freundschaft» der USA. «Wir haben in Frankreich nicht so viele Degas-Werke.» Deswegen sei die Rückgabe dieses Bildes «sehr wichtig» für sein Land, fügte der französische Botschafter hinzu.

Vor einer Auktion entdeckt

Das 16 mal 21 Zentimeter grosse Gemälde «Les Blanchisseuses souffrant des dents» («Waschfrauen mit Zahnschmerzen»), das Anfang der 1870er Jahre entstand, gehört dem Pariser Louvre. Es war allerdings in den 60er Jahren dem Musée Malraux in Le Havre ausgeliehen und dort 1973 gestohlen worden.

Im November 2010 war das Bild in einem Auktionskatalog von Sotheby's entdeckt worden. Darin war sein Wert auf 350'000 bis 450'000 Dollar geschätzt worden. Das französische Kulturministerium sorgte daraufhin dafür, dass das Bild aus dem Verkauf genommen wurde.

Der Besitzer beteuerte, er habe das Bild von seinem Vater und nicht gewusst, dass es gestohlen sei. Der Chef der US-Zollbehörde, John Morton, erklärte, es werde noch geprüft, wie das Bild in die USA gelangte.

(SDA)

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