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Die einfache Formel der Kunst

Ellsworth Kelly gehörte zu den Vorreitern der abstrakten Kunst in den USA und galt bis zuletzt als wegweisend. Am Sonntag ist er 92-jährig gestorben.

Das Bild als sinnlich-ästhetisches Objekt: Ellsworth Kelly vor einem seiner Werke in New York, 1982. Foto: Jack Mitchell (Getty Images)
Das Bild als sinnlich-ästhetisches Objekt: Ellsworth Kelly vor einem seiner Werke in New York, 1982. Foto: Jack Mitchell (Getty Images)

Der grosse Unterhalter war er nicht. Kein Maler, der vor sein verzaubertes Publikum trat, um ihm unerhörte, ungesehene Geschichten zu erzählen. Mit gelben, blauen, grünen, grauen, weissen, schwarzen Bildern erobert man nicht die Herzen. Ellsworth Kelly war auf Abstand bedacht und wurde gerade dadurch zur hochgeachteten, vorbildhaften Künstlerpersönlichkeit, deren Werk in seiner Mischung aus Stille und Sinnlichkeit wie ein Monolith die Wechselschicksale der Gegenwartskunst überragt. Das Staunen über die ungemeine Kraft seiner reinen, von keinerlei Inhalt beschwerten Farben und Formen war bis zum Schluss gross. Und es waren nicht zuletzt die jüngeren Künstlerkollegen, die dem vitalen Senior ihren ungeteilten Respekt zollten.

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