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Der Mann, der Warhols Bilder übermalte

Jean-Michel Basquiat war der Shootingstar in der New Yorker Kunstwelt der 80er-Jahre. Sein früher Drogentod machte ihn zur Legende. Jetzt sind seine Bilder in der Fondation Beyeler zu sehen.

Wenn Künstler aufeinander treffen: Basquiat (rechts) posiert zu Lebzeiten mit Andy Warhol.
Wenn Künstler aufeinander treffen: Basquiat (rechts) posiert zu Lebzeiten mit Andy Warhol.
Keystone
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Das Bild wirkt wie ein Biss in eine reife Frucht: intensiv, roh, von ursprünglicher Kraft. Eine imposante Figur steht vor pastellfarbenem Hintergrund; das dunkle Gesicht mit den weit aufgerissenen Augen und den gefletschten Zähnen ist uns frontal zugewandt. Die Fussgelenke scheinen bandagiert, die Beine stecken in Shorts. Triumphierend streckt die monströse Gestalt den rechten Arm in die Höhe – er besteht nur aus Knochen. Geschunden wirkt auch der Rest der eigenwilligen Erscheinung. Ihrer unerhörten Präsenz tut dies jedoch keinen Abbruch: Die Krone sitzt fest auf ihrem kantigen Kopf. Dieser König ist ein Kämpfer: ein Sieger im Boxring.

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