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Der Künstler als Maschine

Einmal mehr lockt das Kunstmuseum Basel mit einem grossen Namen: In einer sehenswerten Schau wird das Frühwerk von Pop-Art-König Andy Warhol beleuchtet.

Und wieder Warhol. Wieder der Überkünstler mit dem silberweissen Haar, in dessen Werk und pointierten Äusserungen sich alles vereint, was es über die Pop-Art zu sagen gibt. Diesmal ist es das Kunstmuseum Basel, das diesem ersten wahren King of Pop seine Pforten öffnet – und den Blick des Publikums damit auf Bilder lenkt, die es bereits sehr gut kennt. Die im kollektiven Bildspeicher derart prominent abgelegt sind, dass jedes Kind sie mühelos abrufen kann. Und die, obwohl – oder gerade weil – sie jene Dinge zeigen, denen man im Alltag pausenlos begegnet, die Kunstwelt für immer veränderten.

Die von Bernhard Mendes Bürgi und Nina Zimmer kuratierte Ausstellung konzentriert sich auf die frühen 60er-Jahre und zoomt auf jenen Moment, als aus dem halbwegs erfolgreichen Werbegrafiker Andrew Warholy die angehimmelte Kunstikone Andy Warhol wurde. Noch 1961 glaubte der 33-Jährige, ein Bildwerk müsse, um vom Publikum ernst genommen zu werden, malerischen Charakter haben. Erst seine Begegnung mit dem sich bereits etablierenden Werk Roy Lichtensteins liess ihn erkennen, dass man mit Motiven aus der Populärkultur kommerziell erfolgreich sein konnte. Schon im folgenden Jahr fanden Warhols erste Ausstellungen statt. Zeitgleich entstanden, noch von Hand gemalt, Prototypen der Campbell’s-Dose.

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