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Check-in zur Zukunft

Auch wenn er nie richtig funktioniert hat: Der TWA-Terminal in New York wurde eine Ikone. Nicht zuletzt durch die PR-Regie der Bilder.

Sensationsarchitektur als Marketingmittel: Modell des 1962 eröffneten Flughafengebäudes, entworfen vom Architekten Eero Saarinen.
Sensationsarchitektur als Marketingmittel: Modell des 1962 eröffneten Flughafengebäudes, entworfen vom Architekten Eero Saarinen.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Die ganze Anlage im Entwurf, mit dem Hauptgebäude und den Gates, vom Flugfeld her gesehen.
Die ganze Anlage im Entwurf, mit dem Hauptgebäude und den Gates, vom Flugfeld her gesehen.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Studienbild für die Formung der Säulen.
Studienbild für die Formung der Säulen.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Mehr Bildhauerei als Gebäude: Detail der gebauten Fassade.
Mehr Bildhauerei als Gebäude: Detail der gebauten Fassade.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Die räumliche Erfahrung der künftigen Nutzer: Modell der zentralen Abflughalle.
Die räumliche Erfahrung der künftigen Nutzer: Modell der zentralen Abflughalle.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Saarinen schnitt auch das Interieur auf seinen Auftraggeber zu, die Fluggesellschaft Trans World Airlines (TWA).
Saarinen schnitt auch das Interieur auf seinen Auftraggeber zu, die Fluggesellschaft Trans World Airlines (TWA).
Balthazar Korab (Library of Congress)
Rot die Teppiche und die Polsterbezüge, weiss und hellgrau alles andere: die Firmenfarben von TWA im Interieurmodell.
Rot die Teppiche und die Polsterbezüge, weiss und hellgrau alles andere: die Firmenfarben von TWA im Interieurmodell.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Arbeit an einer Legende: Die zentrale Abflughalle im Rohbau.
Arbeit an einer Legende: Die zentrale Abflughalle im Rohbau.
Balthazar Korab (Library of Congress)
So fotogen war der Terminal schon während der Bauarbeiten.
So fotogen war der Terminal schon während der Bauarbeiten.
Balthazar Korab (Library of Congress)
1957 wurde das Projekt erstmals öffentlich präsentiert, und von da an betrieben TWA und Saarinens Büro eine generalstabsmässige Kommunikationskampagne. Zu ihr gehörte auch die gezielte fotografische Inszenierung einer architektonischen Ikone.
1957 wurde das Projekt erstmals öffentlich präsentiert, und von da an betrieben TWA und Saarinens Büro eine generalstabsmässige Kommunikationskampagne. Zu ihr gehörte auch die gezielte fotografische Inszenierung einer architektonischen Ikone.
Balthazar Corab (Library of Congress)
Beton mit Gefühl: Detail mit Stütze und Dach.
Beton mit Gefühl: Detail mit Stütze und Dach.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Gewölbe über der zentralen Abflughalle.
Gewölbe über der zentralen Abflughalle.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Derselbe Ort nach der Eröffnung am 28. Mai 1962: Vorfahrt vor der Halle.
Derselbe Ort nach der Eröffnung am 28. Mai 1962: Vorfahrt vor der Halle.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Futurismus als unternehmerische PR-Botschaft: Saarinen und TWA waren auch Pioniere im Bauen zu Marketingzwecken.
Futurismus als unternehmerische PR-Botschaft: Saarinen und TWA waren auch Pioniere im Bauen zu Marketingzwecken.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Die Reklame demonstriert den kommerziellen Nutzwert der Architektur.
Die Reklame demonstriert den kommerziellen Nutzwert der Architektur.
zvg
Balthazar Korab (1926–2013) war Eero Saarinens Hausfotograf. Er sollte das Bild seiner Projekte prägen, auch mit solchen Szenen aus dem Büro des Baukünstlers.
Balthazar Korab (1926–2013) war Eero Saarinens Hausfotograf. Er sollte das Bild seiner Projekte prägen, auch mit solchen Szenen aus dem Büro des Baukünstlers.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Ein Bau, der selber ein Bild war: Die vogelschwingenförmigen Dächer machten den Terminal zu einer Metapher des Fliegens.
Ein Bau, der selber ein Bild war: Die vogelschwingenförmigen Dächer machten den Terminal zu einer Metapher des Fliegens.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Der Chef gibt der Zukunft den letzten Schliff: Eero Sarinen (1910–1961).
Der Chef gibt der Zukunft den letzten Schliff: Eero Sarinen (1910–1961).
Balthazar Korab (Library of Congress)
Arbeit am Modell. Respektive darin.
Arbeit am Modell. Respektive darin.
Balthazar Korab (Library of Congress)
So sollte sie aussehen, die Zukunft, für die TWA ihren Passagieren ein Ticket verkaufte. Informationsschalter und Abfluganzeige kurz vor oder nach der Eröffnung.
So sollte sie aussehen, die Zukunft, für die TWA ihren Passagieren ein Ticket verkaufte. Informationsschalter und Abfluganzeige kurz vor oder nach der Eröffnung.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Ein Flughafen? Vielmehr eine Art Weltraumbahnhof.
Ein Flughafen? Vielmehr eine Art Weltraumbahnhof.
Balthazar Korab (Library of Congress)
In einem Verbindungsgang zwischen Halle und Gates.
In einem Verbindungsgang zwischen Halle und Gates.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Die Ruhe vor dem Ansturm: Anderthalb Millionen Passagiere, 250 000 mehr als erwartet, sollte man schon im ersten Betriebsjahr zählen.
Die Ruhe vor dem Ansturm: Anderthalb Millionen Passagiere, 250 000 mehr als erwartet, sollte man schon im ersten Betriebsjahr zählen.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Zwischen Skulptur und Infrastruktur: Schalter in der zentralen Halle.
Zwischen Skulptur und Infrastruktur: Schalter in der zentralen Halle.
Balthazar Korab (Library of Congress)
So modern, dass der Mensch schon fast altmodisch aussah.
So modern, dass der Mensch schon fast altmodisch aussah.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Mitunter nennt man Saarinens TWA-Terminal eine «Ikone des Jet-Zeitalters». Tatsächlich zeigte sich schon vom ersten Tag an, dass er den Anforderungen des Massentourismus nicht genügte.
Mitunter nennt man Saarinens TWA-Terminal eine «Ikone des Jet-Zeitalters». Tatsächlich zeigte sich schon vom ersten Tag an, dass er den Anforderungen des Massentourismus nicht genügte.
Balthazar Korab (Library of Congress)
Insofern brachte die TWA-Reklame Unvereinbares zusammen: zu grosse Flugzeuge (vorne) und einen zu kleinen Flughafenbau (hinten).
Insofern brachte die TWA-Reklame Unvereinbares zusammen: zu grosse Flugzeuge (vorne) und einen zu kleinen Flughafenbau (hinten).
zvg
So viel Platz hatte man hier selten. Teils abgebrochen, teils erweitert, wurde der TWA-Terminal 2001 stillgelegt und schliesslich an eine Billigfluglinie verkauft. Die plant mittlerweile den Umbau zu einem Hotel.
So viel Platz hatte man hier selten. Teils abgebrochen, teils erweitert, wurde der TWA-Terminal 2001 stillgelegt und schliesslich an eine Billigfluglinie verkauft. Die plant mittlerweile den Umbau zu einem Hotel.
Balthazar Korab (Library of Congress)
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Was tun Architekten? Sie bauen Häuser. Und immer öfter sind diese Häuser Marketingmittel. Piano, Libeskind, Gehry – bestenfalls funktionieren ihre Bauten wie eine Imagebotschaft. So war es auch vor einem halben Jahrhundert, als Eero Saarinen für Trans World Airlines einen Terminal am New Yorker Flughafen JFK plante. Das war überhaupt einer der ersten aus dem Geist der PR geborenen Sensationsbauten, wie der Architekt und Publizist Kornel Ringli nun in einem Buch über Saarinens Projekt schreibt.

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