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Bild, geliebtes Rätsel

Nur Gemaltes: Die Galerien Kornfeld und Bischoff zeigen eine Überblicksschau von mit den beiden Häusern befreundeten oder von ihnen vertretenen Künstlern.

Verworren, geheheimnisvoll: Samuel Blaser, «Anamnese», 2015, Öl auf Leinwand, 95 x 108 cm.
Verworren, geheheimnisvoll: Samuel Blaser, «Anamnese», 2015, Öl auf Leinwand, 95 x 108 cm.
zvg

Spätestens als vor zwei Jahren in Berlin gleich vier Kunsthäuser eine Ausstellung unter dem Slogan «Painting forever!» eröffneten, als wäre die Malerei ein Fussballklub, ahnte man: Jetzt ist sie wohl endgültig am Ende, diese Malerei. Aber nein, natürlich nicht. Sie lebt, wie eh und je, denn wer hätte in den letzten Jahrzehnten wirklich ernsthaft behauptet, sie sei tot? Ausser, um dem eigenen Tun den Orden der Kunst anzuhängen. Selbst die schwarzquadratigen Suprematisten erledigten sie ja nur, um später selbst wieder gegenständlich werden zu dürfen. Georg Baselitz hatte recht, als er schon vor zehn Jahren sagte: «Tot war die Malerei nie. Aber sie war nicht erlaubt.» Das ist ein ziemlicher Unterschied. Vor Toten brauchte man sich nicht zu fürchten.

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