Kunstförderin Hortense Anda-Bührle ist tot

Die Schweizer Kultur verliert eine prägende Persönlichkeit: Hortense Anda-Bührle, Miterbin der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon, ist kurz vor ihrem 88. Geburtstag gestorben.

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Kurz vor ihrem 88. Geburtstag ist Hortense Anda-Bührle am 16. Mai im Kreis ihrer Familie gestorben. Die Schweizer Wirtschaft und Kultur verliert mit ihr eine prägende Persönlichkeit, wie ihre Familie am Montag mitteilte.

Die Leidenschaft für Kunst wurde Hortense Anda-Bührle bereits in die Wiege gelegt. In ihrem Elternhaus gingen Maler, Künstler und Autoren aus der ganzen Welt ein und aus. Sie wurde 1926 in Zürich geboren, nachdem ihre Familie zwei Jahre zuvor von Deutschland in die Schweiz gezogen war, wo ihr Vater Emil G. Bührle die Geschäftsführung der Schweizerischen Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon übernahm.

Präsidentin der Bührle-Stiftung

Nach dem Tod ihres Vaters 1956 wurde Hortense Anda-Bührle Miterbin und Grossaktionärin der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon. Ausserdem engagierte sie sich in verschiedenen Verwaltungsräten.

Gemeinsam mit ihrem Bruder erbte sie auch die bedeutende Kunstsammlung des Vaters. Ein Grossteil davon wurde 1960 in die Stiftung Sammlung E. G. Bührle überführt. Seitdem war Hortense Anda-Bührle Präsidentin der Stiftung.

1964 heiratete sie den Pianisten Géza Anda und fortan war die Musik und die Musikförderung Mittelpunkt ihres Lebens, wie es in der Mitteilung heisst. Nach dem Tod ihres Mannes 1976 gründete sie die Géza-Anda-Stiftung zur Förderung von jungen Pianisten.

Ausserdem unterstützte sie als Mäzenin viele weitere Ideen und Vorhaben, wie beispielsweise die Restaurierung und den Umbau des Kartäuserklosters in Ittingen TG oder das Musikdorf Ernen VS.

kpn/sda

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