Historisches Museum Bern: Erfolgreicher Direktor geht

Seine Einstein-Ausstellung sahen 350'000 Leute. Der erfolgreiche Direktor des Historischen Museums Bern (HMB), Peter Jezler, verlässt das Haus – wegen ungenügenden Rahmenbedingungen.

Der grösste Erfolg in der Geschichte des Museums: Die Einstein-Ausstellung 2005/06.

Der grösste Erfolg in der Geschichte des Museums: Die Einstein-Ausstellung 2005/06. Bild: Keystone

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Jezler verlässt das Museum Ende August 2009. Als einen wichtigen Grund nennt er «das vergleichsweise komplizierte Netz von Aufsichtsorganen». Mit ihm geht auch Mario Annoni, Präsident der Aufsichtskommission des Museums.

Er habe sich mit «erhöhten Erwartungen bei gleichzeitiger Verringerung des Handlungsspielraums» konfrontiert gesehen, teilte der Direktor des HMB am Montag mit. Jezler leitete das HMB seit 12 Jahren. Mit der Einstein-Ausstellung, die 2005/06 international Aufsehen erregte und 350'000 Eintritte verzeichnete, übertraf das HMB alle Erwartungen.

Auch dieses Jahr verzeichnete das Museum mit der Ausstellung über Karl den Kühnen ein Highlight mit 107'000 Eintritten innert vier Monaten. Jezler sucht jetzt eine neue Herausforderung, ohne bereits konkret zu werden. Zu den Optionen gehört die Leitung eines andern Museums.

KUBUS im Kostenrahmen

In die Direktionszeit Jezlers fällt auch die Realisierung des Erweiterungsbaus KUBUS/Titan für 25,8 Mio. Franken. Dieser wird Ende Jahr teilweise eröffnet. Die Mehrkosten von einer halben Million liegen unter der Bauindex-Teuerung, wie das HMB schreibt. Auch dank dieser Erweiterung stehe das Museum im internationalen Vergleich «hervorragend da». (rb/sda)

Erstellt: 06.10.2008, 15:43 Uhr

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