ART nicht FKK

Die Schweizer Konzeptkünstlerin Milo Moiré spazierte nackt durch die Basler Innenstadt. Die Aktion endete vor den Toren der Kunstmesse, die ihr ohne Kleider keinen Einlass gewährte.

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Im Rahmen der Art Cologne sorgte die Schweizerin Milo Moiré im April für Furore, weil sie nackt und eierlegend ein Bild geboren hat. Eier hat sie in Basel im Gegensatz zu ihrer Aktion «The PlopEgg Painting» in Köln keine gelegt. Nackt war sie aber trotzdem: Die Schweizer Konzeptkünstlerin fuhr am Donnerstagmorgen nackt im «Drämmli» zur Art Basel. Ihre einzige Kleidung: Die auf den Körper gemalten Wörter.

«The Script System» heisst die Performance, die Moiré so ähnlich bereits 2013 in Düsseldorf durchführte (Video links). Ihre nackte Haut zierte damals Begriffe wie «Bra», «Jacket» oder «Pants» – jeweils dort platziert, wo man besagte Kleider normalerweise trägt. Das gleiche wiederholte sie nun am Rheinknie.

Nackt an die Art Basel

In Basel begann Moirés Performance mit den Vorbereitung im Atelier Michel Ammann an der Sierenzerstrasse. Dort wurde der Körper mit Wörtern bekleidet. Danach gings vom Burgfelderplatz aus mit dem 3er- und 6er-Tram an die Art Basel, wo Moiré ein Ticket kaufen und die Messe besuchen wollte. Als die 31-Jährige aber in der Warteschlange vor der Kunstmesse stand, wurde ihr von einer Art-Mitarbeiterin der Einlass verwehrt. Freundlich, aber bestimmt. Sämtliche Kunst an der Art sei sorgfältig selektioniert und kuratiert worden, es habe deshalb in den Messehallen keinen Platz für spontane Aktionen. Das sei auch unfair gegenüber den dort gezeigten Künstlern und Galerien. Für Moiré war damit die Performance beendet. Sie wollte danach richtige Kleider anziehen und als Privatperson die Kunstmesse besuchen.

Der nackte Körper ist das zentrale Kunst- und Kommunikationselement der in Deutschland lebenden Künstlerin. Sie nennt diese Art der Performance «Embodyment» und beschreibt diese so: «Erst durch das körperliche Gefühl entstehen die Bilder in meinem Kopf und erst durch meinen eigenen Körper kann ich dieses Gefühl den anderen begreiflich machen».

DerBund.ch/Newsnet

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