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Viel Jubel für den Neuen

Riccardo Chailly startete am Freitag mit Mahlers Sinfonie Nr. 8 als neuer Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra.

Der 63-jährige Mailänder Riccardo Chailly sucht den kräftigen, alles andere als wolkigen Klang.
Der 63-jährige Mailänder Riccardo Chailly sucht den kräftigen, alles andere als wolkigen Klang.
Brescia e Amisano

Wie forsch doch Engel auftreten können! Zwar schweben sie laut Goethes Vorgabe in der höheren Atmosphäre, aber dem 63-jährigen Mailänder Dirigenten Riccardo Chailly steht der Sinn nicht nach Wolkigem. Selbst die leisen Passagen von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 8, die im zweiten Teil auf den Schlussszenen von Goethes «Faust II» basiert, hatten im Eröffnungskonzert des Lucerne Festival eine kernige Präsenz. Und wenn es laut wurde im KKL (wirklich enorm laut, vor allem im ersten Teil der Sinfonie zum Hymnus «Veni, creator spiritus»), dann wirkte es doch nie lärmig; der Klang blieb stets gespannt bis aufs Äusserste.

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