Zum Hauptinhalt springen

Unterwegs, oft unsichtbar

Eigentlich hätte sie gar nie Geige spielen sollen. Wieso sie es trotzdem tat, verrät die Berner Geigerin Christine Ragaz im Gespräch. Am Mittwoch wird sie mit dem Musikpreis 2013 des Kantons Bern ausgezeichnet.

«Vieles, was man beim Musizieren lernt, lässt sich auf das Leben übertragen», ist Christine Ragaz überzeugt.
«Vieles, was man beim Musizieren lernt, lässt sich auf das Leben übertragen», ist Christine Ragaz überzeugt.
Valérie Chételat

Ein nassgrauer Novembermorgen in der Länggasse. Christine Ragaz sitzt in ihrem Musikzimmer am Tisch und schenkt heissen Grüntee ein. Um diese Zeit nimmt sie gewöhnlich zum ersten Mal die Geige in die Hand. Eine Ehre und eine Riesenüberraschung sei es für sie, mit dem Musikpreis des Kantons Bern ausgezeichnet zu werden. Die Tatsache, dass ihr musikalischer Lebensweg wahrgenommen wurde, tue ihr gut und ermutige sie, auch die letzte Lebensphase als aktive Musikerin kreativ zu gestalten. «Allerdings mit grösseren Erholungsphasen als bisher.» Sie sei eine Künstlerin, die sich nie in den Vordergrund stelle, schreibt das Amt für Kultur, das ihr den Preis verleiht. Zurückhaltend, das sei sie wohl, findet sie selbst. Am liebsten wirke sie im Hintergrund, oft unsichtbar. Doch sie liebe das Konzertieren und alle menschlichen Kontakte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.