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Klassiker der Woche: Laute Nacht

Von wegen «Stille Nacht»: Mit all den Varianten des Weihnachtsliedes kann man sich die ganzen Feiertage vertreiben.

Welches ist die schönste Version von Frank Xaver Grubers «Stille Nacht»? Und welches die schrägste? Wer mit diesen Fragen im Kopf eine Youtube-Session beginnt, den packt schon bald einmal die Verzweiflung oder vielleicht auch die Begeisterung, je nachdem: Denn es gibt schlicht zu viele schöne wie schräge Beispiele, als dass man sich für eines entscheiden könnte. Darum präsentieren wir hier für einmal nicht einen «Klassiker der Woche», sondern gleich acht davon – im Wissen darum, dass wir auch so noch längst nicht alle Perlen präsentieren können.

Aber eben, ein paar sinds schon. Wie könnte man zum Beispiel jenem gmögigen Herrn mittleren Alters widerstehen, der sich da irgendwo im sommerlich-weihnachtlichen Südamerika in den Schatten setzt, eine Kamera montiert, im herzhaftesten Tonfall ganz für sich allein sein «Noche de Paz» anstimmt und noch in der Verzückung des letzten Tons das Gerät ausschaltet? Wer wird nicht nachdenklich, wenn er das Lied in Gebärdensprache «hört», «gesungen» kürzlich im Lärm der Bahnhofstrasse vom Chor des Schweizerischen Gehörlosenbunds? Und wen schauderts nicht, wenn die Singing Angels mit zuckersüssem Lächeln und ebensolchen Stimmen eine Version zelebrieren, die mit dem Begriff «Kitsch» nur sehr unzulänglich zu beschreiben ist?

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