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Klassiker der Woche: Bringuiers Durchbruch

Als 18-Jähriger gewann der neue Chefdirigent des Zürcher Tonhalle-Orchesters seinen ersten wichtigen Preis.

Jung ist er ja immer noch, nächste Woche wird er 28: Lionel Bringuier, der neue Chefdirigent des Zürcher Tonhalle-Orchesters. Aber trotzdem ist er schon lange im Geschäft. Mit 13 hat er bei Zsolt Nagy mit dem Dirigierunterricht begonnen, seither stand er regelmässig vor Orchestern – vor Konservatoriums- und Amateurorchestern zunächst, irgendwann auch vor Profiorchestern. Und mit 18 Jahren hat er in Besançon jenen Preis gewonnen, der ihm die Tür für die grossen Podien geöffnet hat. Die Haare waren noch länger damals, die Bewegungen noch nicht ganz so drahtig, die ganze Art verträumter als jetzt. Aber schon damals muss er einiges zu bieten gehabt haben – anders erhält man einen solchen Preis nicht einstimmig zugesprochen.

Der Wettbewerb für junge Dirigenten in Besançon ist wohl einer der wichtigsten dieser Art. Gegründet wurde er 1951, alle zwei Jahre wird er durchgeführt, bei den jüngsten Editionen versuchten jeweils über 200 Kandidaten ihr Glück. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich längst arrivierte Namen wie Gerd Albrecht, Seiji Ozawa oder Sylvain Cambreling.

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