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Es götterfunkt im goldenen Saal von Bern

Ohne Beethoven geht es 2020 nicht. Am Neujahrskonzert des Berner Symphonieorchesters gibts aber auch andere Lichtblicke.

Der Pianist Alexandre Kantorow stellt sich seiner Aufgabe mit Kraft und Leichtigkeit.
Der Pianist Alexandre Kantorow stellt sich seiner Aufgabe mit Kraft und Leichtigkeit.
zvg

Von wegen Publikumsschwund! Mit dem Neujahrskonzert lässt sich die von Konzert Theater Bern kürzlich veröffentlichte Statistik nicht belegen. Das Casino brummt. Kein freier Platz so weit das Auge reicht. «Willkommen im goldenen Saal von Bern», sagt Mario Venzago. Es ist ein Verweis auf den Goldenen Saal im Musikverein Wien, wo seit 1939 das berühmteste aller Neujahrskonzerte stattfindet. Doch zum Glück ist Bern nicht Wien und das Programm mutiger. Es bietet mehr als ein walzerseliges Potpourri aus Werken der Strauss-Dynastie. In Bern hat man musikalisch nicht nur sich selbst, sondern auch die Welt im Auge. «Vor 100 Jahren begannen die Goldenen 20er», sagt Venzago. Das Lebensgefühl sei damals ähnlich gewesen wie heute, man habe auf Vulkanen getanzt. «Wir wissen, wohin das geführt hat.» Er wünsche sich für uns heute mehr Klugheit.

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