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Die grosse Melancholie

Lange hat man gewartet auf das Opernhaus-Debüt von Christoph Marthaler. Nun hat er «Sale» präsentiert, ein Projekt mit Händel-Arien. Das Premierenpublikum buhte nicht ganz zu Unrecht.

Schön schäbig: Die Abkömmlinge der Warenhaus-Dynastie in «Sale» tragen Teppichmuster. Foto: Toni Suter, Tanja Dorendorf

Es gibt sie, die grossen Momente. Etwa wenn der Countertenor Christophe Dumaux «Ah, sì, morrò!» singt, und alle anderen stehen neben ihm und sprechen den Text stumm mit. Jeder wird sterben. Irgendwann biegen sie dann alle wieder auf ihre eigene Spur ein, plappern oder dozieren tonlos – oder schweigen. Jeder stirbt anders.

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