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«Das Gruselige ist ein zentrales Element»

Dieter Kaegi inszeniert Richard Wagners Oper «Der fliegende Holländer», die am Sonntag am Stadttheater Bern Premiere feiert: Der Schweizer Regisseur über Ausgrenzung, Opferbereitschaft und die Bedeutung eines Schiffs auf der Bühne.

Dieter Kaegi: In seiner Inszenierung gibt es «gleich zwei Schiffe».
Dieter Kaegi: In seiner Inszenierung gibt es «gleich zwei Schiffe».
Adrian Moser

Dieter Kaegi, seit über 20 Jahren inszenieren Sie Musiktheater aus allen Epochen. Einen Schwerpunkt vermutet man bei Ihnen am ehesten in der italienischen romantischen Oper. Zutreffend? Zuerst einmal: Die wenigsten Regisseure haben einen Schwerpunkt. Wenn in der Biografie eines Regisseurs steht, dass er drei Viertel italienische Oper gemacht hat, ist das ganz einfach deswegen, weil drei Viertel des Repertoires weltweit aus italienischer Oper besteht. Als Regisseur macht man das, was einem angeboten wird von einem Theater, also in den meisten Fällen alles von der Barockoper bis zu zeitgenössischem Musiktheater. Handwerklich macht es wenig Unterschied. Natürlich hat man Vorlieben für eine bestimmte Epoche – in meinem Fall sind das die Barockoper und zeitgenössische Werke. Aber genauso gerne inszeniere ich dazwischen eine «Zauberflöte» oder eine «Lucia di Lammermoor».

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