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Ach, diese Väter!

«Luisa Miller» ist nicht Verdis bestes Werk. Damiano Michieletto (Regie) und dem Dirigenten Massimo Zanetti gelingt am Opernhaus Zürich eine rundum überzeugende Aufführung.

Sie dürfen zusammen nicht kommen, weder bei Schiller noch bei Verdi: Luisa (Barbara Frittoli) und Rodolfo (Fabio Armiliato).
Sie dürfen zusammen nicht kommen, weder bei Schiller noch bei Verdi: Luisa (Barbara Frittoli) und Rodolfo (Fabio Armiliato).
Nicola Pitaro

Die Mächtigen wohnen in weissem Täfer, fürs Volk gibts graue, unverputzte Wände und Holzstühle. Sauber getrennt sind diese Welten, und doch bedingen sie einander. Paolo Fantin hat sie deshalb auf der Bühne des Zürcher Opernhauses übereinandergebaut, die eine als Spiegelbild der anderen. Es ist kein realistischer Raum, in dem Verdis Version von Schillers «Kabale und Liebe» da stattfindet, aber er macht sofort klar, dass die Liebe von oben nach unten keine Chance hat. Es führt kein Weg durch die kopfstehenden Türen.

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