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Abbado dirigiert Mahlers Neunte – nahezu perfekt

Gewisse Komponisten haben sie. Gewisse Dirigenten auch. Diese Aura von Bedeutsamkeit. Gustav Mahler ist so ein Komponist, Claudio Abbado so ein Dirigent. Ein Glanzpunkt am Lucerne Festival.

Betont die Reibungen und dunklen Abgründe der Musik: Claudio Abbado dirigiert sein Lucerne Festival Orchestra.
Betont die Reibungen und dunklen Abgründe der Musik: Claudio Abbado dirigiert sein Lucerne Festival Orchestra.
Lucerne Festival/Peter Fischli

Neunte Sinfonien sind ohnehin ein Kapitel für sich. Wenn nun Abbado die Neunte von Mahler dirigiert, ist das Bedeutsamkeit hoch drei, in diesem Fall über den Konzertsaal hinaus erweitert via Fernsehen und Radio.

Andächtig war auch die Stimmung im KKL, bevor er erklang: Mahlers sinfonischer Abschied. Und als sollte gleich zu Beginn dargestellt werden, wie herrlich die Welt ist, von der Abschied genommen wird, liess Abbado den Atem ungehindert strömen, die Phrasen vor Glanz und Sattheit strahlen. Es grenzte an Perfektion, mit welcher Exaktheit das Lucerne Festival Orchestra die Musik zeichnete.

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